Öffentlicher Eink@uf Online Beschaffung per Mausklick

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Öffentlicher Eink@uf Online Beschaffung per Mausklick
3 Inhalt Öffentlicher Eink@uf Online . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Innovative Alternative . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Systemkomponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Vorteile für alle Beteiligten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Operator: Das Beschaffungsamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Elektronisches Vergabesystem ist sicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Ablauf eines Vergabeverfahrens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Die Vergaberechtsnovellierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Module von Öffentlicher Eink@uf Online . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Digitale Signatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 e-Vergabe: Elektronische Vergabeplattform  . . . . . . . . . . . . . . 12 Neuer Standard in der Auftragsvergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Die Kommunikations-Clients . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Das Verschlüsselungskonzept der e-Vergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Vorteile der e-Vergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Technische Daten der e-Vergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Das Kaufhaus des Bundes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Warenbestellung per Mausklick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Vier Schritte zum Online-Kauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Technische Daten des Kaufhaus des Bundes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Das Vergabemanagementsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Optimierter Workflow für Beschaffer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Erster Schritt: Der Beschaffungsauft rag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Zweiter Schritt: Das Vergabeverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Technische Daten des Vergabemanagementsystems . . . . . . . . . . . . . . 26
derung der Verdingungsunterlagen, über das elektronische Befüllen/ Un terschreiben bis hin zum Ab sen - den des Angebotes alles mit der e-Vergabe erledigt werden. Mit dem Projekt „Öffentlicher Eink@uf Online" erfüllt das Beschaf fungs - amt die EG-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr (2000/31/EG). Selbstverständlich wird die Software stets dem aktuellen Recht angepasst. Auch die Verga be ko - ordinierungsrichtlinie (2004/18/EG) der Europäischen Union, 2006 in nationales Recht umgesetzt, wird im elektronischen Beschaffungs - verfahren berücksichtigt. ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 4 Systemkomponenten Der „Öffentliche Eink@uf On line" besteht aus drei Kompo nen ten: + der Vergabeplattform „e-Ver gabe", + dem elektronischen Ka ta log - system „Kauf  haus des Bun des" und + dem „Vergabe ma na gement - system" für Beschaffungen. Alle Komponenten des elektro- nischen Einkaufssystems erfüllen die rechtlichen Vorgaben der Ver - dingungsordnungen für Leistungen (VOL), für freie Berufe (VOF) sowie der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) bei Ver  - gabeverfahren des Bundes. Damit kann, angefangen von der An for - Innovative Alter na tive Das System „Öffentlicher Ein k@uf Online" ist eine innovative Alter - native zur herkömmlichen Wa ren - beschaffung: Aufträge für Güter und Dienstleistungen werden per Internet vergeben. „Öffentlicher Eink@uf Online" ist eines der Leitprojekte der Initi - ative „BundOnline 2005" der Bun - desregierung. Das Ziel: Alle dafür infrage kommenden Leistungen des Bundes online über das Inter - net anzubieten. Die Bundesregie - rung hat am 10. Dezember 2003 einen Kabinettsbeschluss verab- schiedet, der die Nutzung der „e-Ver gabe" und des „Kaufhaus des Bundes" als zentrale Systeme für alle Bundesbehörden verbind- lich festlegt. An der Entwicklung der e-Ver - ga be-Plattform sind neben dem Bundesministerium des Innern auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadt entwick - lung, das Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesmini s - terium für Wirtschaft und Tech - nolo gie (BMWi) beteiligt. Allein das Wirtschaftsministerium hat das Pro jekt „e-Vergabe" mit 4,5 Mil lio - nen Euro gefördert und unterstützt.        Ziel des BMWi ist es, wirt- schaftliche und transparente Vergabever fahren auf elektroni- schem Wege zu schaffen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Ausschreibungen der Bun desbehörden zentral unter www.evergabe-online.de zu finden sind. Aber auch Beschaffungsstellen der Länder und Kommunen steht die Nutzung der „e-Vergabe" offen. Öffentlicher Eink@uf Online
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 5 Vorteile für alle Beteiligten Der elektronische Beschaf fungs - vorgang spart allen Beteilig ten Zeit und Kosten. Vom Öffentlichen Eink@uf Online profitieren daher die Wirtschaft, die Behörden von Bund, Ländern und Kommunen und letztlich auch die Steuerzahler. Unternehmen finden Aus- sch reibun gen der Bundesbehörden    und anderer Vergabe- und Be schaf fungsstellen unter www.evergabe-online.de und www.bund.de . Vorbei sind die Zei - ten, in denen Unternehmen eine Vielzahl von Amtsblättern wälzen mussten, um sich an Ausschrei - bungen der öf fentlichen Verwal - tung zu beteiligen. Davon profitie- ren neben der Industrie vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mehr Firmen können    sich informieren und beteili- gen. Das stärkt den Wettbewerb und führt zu günstigeren Preisen. Die Verwendung elektroni- sch er Dokumente erleichtert deren Wei  tergabe innerhalb des Unter - neh mens und unterstützt das auto- matische Ausfüllen von Vergabe - formularen und elektronischen Katalogeinträgen. Auch in den Vergabestellen können Prozesskosten erheblich gesenkt werden. Die elektronische Akte, das Workflow-System,  die elektronische Veröffentlichung der Bekanntmachungen und der elek- tronische Dokumentenaustausch unterstützen die Arbeit der Ein - käuferinnen und Einkäufer, stei- gern die Effizienz und verkürzen die Laufzeiten.
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 6 Elektronisches Vergabe - system ist sicher Der Online-Bieter erhält nach Ab - gabe des elektronischen Ange bo- tes umgehend eine schriftliche Empfangsbestätigung, damit er weiß, dass die Zustellung erfolg- reich war. Alle Dokumente sind verschlüsselt. Die Authentizität der Kommunikationspartner wird vom System überprüft. Alle auf dem Server eingehen- den Angebote sind mit einem Zeit - schloss gesichert und werden erst nach Ablauf der Angebotsfrist frei- gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt sieht keiner, wie viele Angebote zu einem Verfahren eingegangen sind bzw. wer ein Angebot abgegeben hat. Mit der elektronischen Ver - gabe werden alle vergaberechtli- chen Aktionen protokolliert und sind jederzeit nachvollziehbar. Das erhöht die Transparenz der Pro - zesse und ergänzt die Maßnahmen    zur Korruptionsprävention. Bei Nachprüfungsverfahren können alle Vorgänge ausgedruckt und der Vergabekammer zur Ver - fügung gestellt werden. Operator: Das Be schaf fungsamt Im Rahmen der Initiative „Bund - Online 2005" ist das Be schaffungs - amt mit der Einführung und Be - treu ung eines elektronischen Ein - kaufssystems beauftragt, des Angebotes „Öffentlicher Eink@uf Online". Am 18. Mai 1951 als Be - schaffungsstelle des Bun des grenz - schutzes errichtet, ist das Beschaf - fungsamt heute die zentrale Ein - kaufsbehörde für den Ge schäfts - bereich des Bundes mini s teriums des Innern. 26 Behörden und Ein - richtungen tätigen ihren Einkauf über das Beschaffungsamt.  Auf der Einkaufsliste der öffentlichen Ver - waltung stehen zum Bei spiel ton- nenweise Papier und Blei stifte, aber auch Computer, Polizei-Ein - satzfahrzeuge und Hub schrau  ber. Im Jahre 2007 hat das Be - schaffungsamt Aufträge im Wert von rund 546,2 Millionen Euro an Industrie und Handel vergeben. Damit ist die Behörde als Binde - glied zwischen Verwaltung und Industrie einer der größten Ein - käufer des Bundes. Seine Kern - aufgabe liegt darin, Einkäufe zu bündeln und zentral abzuwickeln.
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 7 Ablauf eines Vergabe - verfahrens Der Einkauf von Waren, Bau- und Dienstleistungen durch die öffentliche      Hand muss grundsätzlich national oder EU-weit ausgeschrie- ben werden. In der Bekanntmachung sind unter anderem neben der Vergabe - art die Art der zu erbringenden Leis tung sowie die Fristen zur Ab - gabe des Angebotes und für die Erteilung des Zuschlags anzugeben. Den Bewerbern werden auf Antrag die Vergabeunterlagen zu - gesandt. Hierdurch erfahren die potenziellen Bieter alles We sent - liche über das Produkt, das sie erstellen, die Ware, die sie liefern, oder die Dienstleistung, die sie erbringen sollen. Anhand dieser Angaben können die Unternehmen entscheiden, ob sie ein Angebot abgeben wollen, und die Preise hierzu kalkulieren. Ist die Angebotsfrist abgelau- fen, kann das Angebot von Seiten des Bieters nicht mehr zurückgenommen       oder verändert werden. Er bleibt bis zum Ende der Zu - schlags frist an sein Angebot ge - bunden. In dieser Zeit wird von der Vergabestelle geprüft, welcher Bieter das wirtschaftlichste Ange - bot abgegeben hat und den Zu - schlag erhalten muss. Bei europaweiten Vergabe - verfah ren werden die nicht berücksichtigten           Bieter vorher über die beabsichtigte Zuschlagsentschei - dung informiert. Falls kein Bieter innerhalb von vierzehn Tagen Ein - wände erhebt, erhält das wirt - schaft lichste Angebot den Zu - schlag. Diese und andere formale Re - geln und nachvollziehbare Ab läufe stellen auch bei der elektronischen Vergabe sicher, dass der Einkauf korrekt und wirtschaftlich ist.
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 8 Wettbewerblicher Dialog Das Verfahren des wettbe werb  - lichen Dialogs dient der Ver gabe besonders komplexer Auf träge. Als besonders komplex gilt ein Auftrag, wenn der Auftraggeber nicht in der Lage ist, die techni- schen Mittel - auch unter Zuhil fe - nahme besonderer technischer Spe zifikationen -, die rechtlichen und/oder finanziellen Konditionen eines Vorhabens anzugeben. Voraussetzung der Einleitung eines Verfahrens des wettbewerb - lichen Dialogs ist bei Aufträgen oberhalb der Schwellenwerte zu - dem, dass die Durchführung eines Offenen oder Nichtoffenen Verfah - rens nicht möglich ist. Ziel des wettbewerblichen Dialogs ist es dann, mit geeigneten Bewerbern die Mittel, mit denen die Bedürf nis - se des Auftraggebers am besten erfüllt werden können, zu ermitteln und festzulegen. Hierbei können in verschiedenen Phasen alle Aspekte des Auftrags bis zur Ermittlung der Lösung erörtert werden. Ist ein ausreichendes Ver - ständ  nis erreicht, wird der Dialog beendet und die Bewerber werden aufgefordert, auf Grundlage der Lösungsvorschläge Angebote abzu- geben. Anhand der bekannt ge - machten Zuschlagskriterien ermit- telt der Auftraggeber dann das wirtschaftlichste Angebot. Die Vergaberechts - novellierung Neue Rahmenbedingungen Seit Ende 2005 steht den öf fent - lichen Auftraggebern mit dem „wettbewerblichen Dialog" ein neu es Vergabeverfahren zur Verfü   gung. Mit der Änderung der Ver dingungsordnungen und der Um setzung der EG-Richtlinien 2004/17/EG und 2004/18/EG im Mai 2006 wird die Nutzung der elektronischen Beschaffung zudem durch klarere Vorgaben erheblich gestärkt. Öffentliche Auftraggeber können nun grundsätzlich frei ent- scheiden, ob Verfahren ausschließlich     elektronisch durchgeführt wer- den. Neben der qualifizierten Sig - natur kann eine fortgeschrittene Signatur eingesetzt werden, sofern sie unterstützt wird. Unklar ist, ob die von der Europäischen Union op tional vorgesehenen Verfahren „elektronische Auktion" und „dyna- misches Beschaffungssyst em" künftig umgesetzt werden.
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 9 Dynamisches elektronisches Verfahren Das „Dynamische elektronische Verfahren" ist ein zeitlich befriste- tes, ausschließlich elektronisches, offenes Vergabeverfahren zur Be - schaffung marktüblicher Leis tun - gen. Nach Bekanntmachung wer- den geeignete Unternehmen mit unverbindlichen Angeboten zu - gelassen. Dynamische Beschaf - fungs systeme stehen während der gesamten Verfahrensdauer für sol- che Angebote offen. Liegt ein Bedarf vor, erfolgt zunächst eine vereinfachte Be - kanntmachung an alle interessier- ten Unternehmen, mit der Auf for - derung ein Angebot einzureichen. Den Zuschlag erhält das wirt- schaftlichste Angebot. Elektronische Auktionen Elektronische Auktionen sind In s - trumente zur elektronischen Er - mittlung des wirtschaftlichsten Angebotes. Sie sind also keine neuen Vergabeverfahren, sondern können in einem Offenen oder Nichtoffenen Verfahren sowie unter bestimmten Umständen auch im Verhandlungsverfahren mit Teil - nahmewettbewerb durchgeführt werden. Voraussetzung für eine elek- tronische Auktion ist stets, dass die Spezifikationen des Auftrags so genau beschrieben werden können,     dass die automatisierte Ver - gleichbarkeit der Angebote sicher- gestellt ist. Alle Bieter, die zulässige erste Angebote abgegeben haben, wer- den in nachfolgenden Auktions pha - sen wieder aufgefordert, neue, günstigere Angebote abzugeben. Dabei wird jeder Bieter darüber informiert, welchen Rang sein An - gebot zurzeit einnimmt. Beendet wird die Auktion entweder durch Ablauf einer genau bestimmten Frist, nach einer bestimmten An - zahl von Auktionsphasen oder wenn keine bedingungsgemäßen Angebote mehr eingehen. Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichs - te Angebot.
Vergabemanagementsystem: Vereinfacht den Einkauf Das elektronische Vergabema na- ge mentsystem (VMS) aus der Manager-Serie der Firma Adminis - tration Intelligence AG ist ein in - ternes Workflow-System für Be - schaffungen. Auf der Grundlage strukturierter Arbeitsprozesse wer- den die Abläufe gesteuert und die im Vergabeverfahren notwendigen Dokumente automatisch, system- seitig bereitgestellt. Das elektronische Vergabe - managementsystem bringt viele Vorteile. Die Vergabeverfahren sind sicherer: Die Einkäuferinnen und Einkäufer werden durch die Paragraphen des Vergaberechts geleitet; die Dokumentation der getroffenen Entscheidungen ist sichergestellt. So haben die Be - schaffungsspezialisten mehr Zeit, ihr technisches Fachwissen für die Beratung der Behörden bzw. die Gestaltung der Einkaufs prozesse einzusetzen. ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 10 Kaufhaus des Bundes: Vernetzt Behörden und Wirtschaft Das Kaufhaus des Bundes unt er - stützt - den Vorgaben des Ka - binettsbeschlusses von 2003 fol- gend - die Bundesbehörden bei der Ausstattung mit Waren und Dienstleistungen, die sie für die Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.       Aus dem elektronischen Ka talog können alle Waren und Dienst leistungen der Unterneh- men bestellt werden, mit denen Rah menverträge abgeschlossen wurden. Die Vergabestellen des Bundes koordinieren ihre Rahmenvertrags - ausschreibungen und stellen den Behörden und Einrichtungen des Bundes die Rahmenverträge nach Vertragsabschluss im Kaufhaus des Bundes zur Information und direk- ten elektronischen Nutzung bereit. Das Kaufhaus des Bundes hat viele Vorteile. Es ermöglicht den Bundeseinrichtungen einen raschen und umfassenden Überblick zu Art, Umfang und Nutzungsbedingungen der von den zentralen Vergabe stel - len des Bundes bereitgestellten Rahmenverträge. Ergänzend können    die Nutzer komfortabel in ei - nem elektronischen Produkt katalog navigieren und sich im Detail über die Produkte eines Vertrages infor- mieren. Einfache wie auch konfigu- rierbare Produkte können nutzer - freund lich mit Hilfe eines elektro- nischen Warenkorbes bestellt wer- den. Aufträge gelangen binnen weniger Minuten zum Lieferanten. Die Lieferungen kommen teilweise bereits am nächsten Tag in einer Behörde an. Module von Öffentlicher Eink@uf Online e-Vergabe: Die zentrale Aus schreibungsplattform des Bun des Unter www.evergabe-online.de kön - nen sich Unternehmen schnell und mühelos über alle Investitions vor - haben des Bundes informieren, Be - kanntmachungen herunterladen und ihre Angebote elektronisch den Ver - gabestellen übermitteln. Die e-Ver - gabe deckt alle Formen der natio- nalen und EU-weiten Ver gabe ver - fahren ab - vom Of fen en Verfahren bis zum Verhand lungs verfahren. Die e-Vergabe bringt viele Vor teile - sowohl für die Unter neh - men als auch für die Vergabe stel - len. Hier finden Unternehmen und Dienstleister Ausschreibungen von Bundesbehörden und anderen Ver - gabestellen. Firmen aus ganz Eu - ropa können sich über das Internet kostenfrei an allen Ausschreibun - gen beteiligen, auch das belebt den Wettbewerb. Die nötige Soft - ware wird den Unternehmen kos - tenlos zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation und Do - kumentenübermittlung zwischen Unternehmen und Vergabestellen wird über die e-Vergabe abgewi- ckelt und dadurch beschleunigt. Die Kommunikation bleibt ver- traulich. Alle Dokumente, darunter die abgegebenen Angebote, Zu - schlagserteilungen und Auftrags - bestätigungen sowie die Verträge, werden sicher übermittelt und blei- ben für Dritte uneinsehbar. Das Sys tem kontrolliert alle Zugangs - be rechtigungen. Angebote können erst nach Ablauf der Angebotsfrist unter Anwendung des Vier-Augen- Prinzips geöffnet und entschlüsselt werden.
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE 11 Beschaffungen werden wirtschaftlicher: Moderne Tech - nik ermöglicht eine bessere Pla - nung. Die staatlichen Einkäufer können individuelle Beschaffungs - aufträge einfacher zu größeren Posten bündeln und erzielen so bessere Einkaufspreise und Kon - ditionen. Prozesskosten werden gesenkt: Wiederkehrende Rou - tine-Arbeiten sind für Einkäu fe rin - nen und Einkäufer leichter zu be - wältigen. Der Schritt zu einem pa pierarmen Büro ist mit dem Ver- ga bemanagementsystem verwirk- licht. Es entfallen das zeitaufwen- dige und teure Ausdrucken, das Eintü ten und Versenden der Aus - schrei bungsunterlagen.  Die Kom - muni kation und die Datenüber - mittlung laufen über die Schnitt - stelle zur e-Vergabe. Weitere Vorteile: Ausschrei - bun gen können schneller veröffentlicht          werden. Die Bekannt - machungen per Internet erreichen die Unternehmen früher. Digitale Signatur Rechtsgültig wie die eigenhändige        Unterschrift e-Vergabe und Kaufhaus des Bun - des sind die ersten Projekte auf Bundesebene, bei denen auf elek- tronischem Weg über das In ternet rechtskonform beschafft wird. Rechtlich ist dies möglich, seit die Bundesregierung im März 2001 das Gesetz zur digitalen Sig natur in öffentlichen Verwal tungen und in der Wirtschaft verabschiedet hat. Das Gesetz stellt hohe Sicherheits - anforderungen an die digitale Sig - natur. Die von der e-Verga be ein- gesetzten Signatur an  wendungs- Komponenten erfüllen diese Anforderungen. Die Signaturkomponen ten Wer ein elektronisches Ange bot rechtsgültig unterschreiben will, benötigt dazu eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signa tur, die von der e-Vergabe unterstützt wird. Die Signatur, die persönlich beantragt werden muss, ist wie eine EC- Karte durch eine Ge heimnummer (PIN) geschützt. Bei der digitalen Signatur prüft der Mitarbeiter in der Verga - bestelle, ob die Unterschrift des Bieters gültig ist und ob das Do - kument nach der Unterschrift verändert       wurde. Neben der Signatur benötigt der Benutzer noch die Signatur - kom ponente jSign. Diese Signa - turkomponente läuft unter Adobe Acrobat und ermöglicht die digitale Signatur innerhalb von PDF-Do - kumenten. Sind zur Mitzeichnung mehrere Unterschriften notwendig, so erlaubt jSign das mehrfache Unterschreiben eines PDF-Doku - ments. Die Nutzung der digitalen Sig - natur ist beim Kaufhaus des Bun - des optional möglich.
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 12 Neuer Standard in der Auftragsvergabe Online ausschreiben Der Bund hat unter der Feder füh - rung des Bundesminis teriums für Wirtschaft und Technologie die e- Vergabe-Plattform entwickelt und betreibt sie seit 2002. Die e-Ver ga - be unterstützt alle Ausschrei bun - gen nach der + VOL, der Verdin gungs ordnung für Leistun gen, + VOF, der Verdingungs ordnung für freiberufliche Leistungen, und + VOB, der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Die Umsetzung für VOL und VOF wurde zusammen mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung und die Unterstützung der VOB zusammen mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung realisiert. Mitte 2002 schrieb das Be - schaffungsamt als erste Behörde in Deutschland online aus. Bereits Anfang 2003 nutzten viele weitere Behörden die e-Vergabe zur elek- tronischen Ausschreibung und Auf - tragsvergabe. Ende 2008 hatten sich schon rund 7.000 Unter neh - men auf der Plattform registriert. Wer sich an öffentlichen Auf - trägen beteiligen will, findet unter www.evergabe-online.de viele ak - tuelle öffentliche Ausschreibungen des Bundes und weiterer Vergabe - stellen. Interessierten stehen um - fassende Suchmöglichkeiten offen. Um elektronisch an öffentlichen     Ausschreibungen teilnehmen zu können, registriert sich ein Wirtschaftsteilnehmer als Anbieter einmalig an der Vergabeplattform. Unternehmen können sich mit Sig - naturkarte und einer softwareba- sierten fortgeschrittenen Signatur registrieren. Bei Anmeldung an der e-Vergabeplattform wird die Person über dieses Signatur- bzw. Ver - schlüs  sel ungszertifikat identifiziert und kann anschließend sicher elek- tronisch mit den Vergabestellen kom munizieren und Verdin gungs - unterlagen anfordern. Zur Abgabe von Teilnahmeanträgen und Ange - boten wird die Signatur ebenfalls benötigt. Vergabestellen statten alle Ein käuferinnen und Einkäufer mit Signaturkarte und die Arbeitsplätze mit Kartenlesegeräten aus. e-Vergabe: Elektronische Vergabeplattform
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 13 Phasen der elektronischen Vergabe Die Vergabestellen informieren über zu vergebende Aufträge. Nach der Bekanntmachung kann unter www.evergabe-online.de recherchiert werden. Unternehmen stellen elektronisch Teilnahmean - träge und erhalten die Ausschrei - bungs unterlagen ebenfalls auf elek tronischem Weg. Alle Do ku - men te, einschließlich des Ange- b ots, werden offline bearbeitet und anschließend elektronisch versandt. Die zuständigen Einkäuferin - nen und Einkäufer in den Verga - bestellen können die abgegebenen Angebote erst zum Öffnungstermin einsehen und dann die Sichtung der Angebote vornehmen. Über die e-Vergabe informie- ren die Vergabestellen den Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot über die beabsichtigte Zuschlags - er teilung. Alle nicht berücksichtigten    Mitbewerber werden ebenfalls über diesen Weg informiert. Als letzter Schritt eines Ver- ga be verfahrens wird der Auftrag elek tronisch abgewickelt. Für alle Phasen des Vergabe - verfahrens gilt: Unternehmen und Behörden kommunizieren ausschließlich            über die Vergabeplatt - form und damit über das Internet miteinander.
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 14 Die Kommunikations- Clients Die Assistenten Zur Bearbeitung der Aus schrei  bun - gen gibt es drei Soft ware kompo - nenten, sogenannte Clients: den Angebots-Assistenten (AnA), den Online-Beschaf fungs assistenten (OBA) und den Öffnungs-Assis - tenten (ÖFA). AnA, der Angebots-Assis - tent: Mit AnA arbeiten die Unter - nehmen. Er unterstützt den An - bieter in allen Phasen eines Ver - gabeverfahrens. OBA, der Online-Beschaf - fungs assistent: Mit OBA arbeiten die Einkäuferinnen und Einkäufer in den Vergabestellen, um Be - kannt machungen und Verdin - gungs  unterlagen zu publizieren und um mit den Unternehmen zu kommunizieren. ÖFA, der Öffnungs-Assis - tent: ÖFA dient zur Öffnung der Angebote zum vorher festgelegten Öffnungszeitpunkt. Die Clients gewährleisten durch Verwendung des Signatur- bzw. Verschlüsselungszertifikats, dass nur Berechtigte auf Doku - mente zugreifen dürfen und dass alle Dokumente gesetzeskonform elektronisch unterschrieben und sicher verschlüsselt werden. Die Clients sorgen zudem dafür, dass stets eine verschlüsselte und damit sichere Verbindung zur Vergabe - platt form aufgebaut wird. AnA, der Angebots-Assis tent für Anbieter Über den AnA können Bieter mit Vergabestellen elektronisch kom - munizieren und die Verdin gungs - unterlagen herunterladen. Für die versandten Angebote er halten die Bieter eine Quittung, die den Zeit - punkt des Eingangs des Angebots bei der e-Vergabe-Platt form doku- mentiert. Nach dem Her unterladen und vor dem Versenden werden die Dokumente vom AnA im  Hin - tergrund ent- bzw. verschlüsselt. Auf einfache Nutzer führung wurde ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Offline-Bearbeitung der Do ku - mente spart nicht nur Kosten und Netzwerk bandbreite. Sie ist auch sicherer, weil sensible Unt er neh - mensdaten nicht unnötig oft über das Netz geschickt werden. Infos zum AnA Informationen und Downloads für Vergabestellen und Unter neh men befinden sich im Internet un ter www.evergabe-online.info . Weitere Fragen zu Ausschrei - bungen nach VOL und VOF beant- wortet der „Leitfaden Angebots- er stellung" des Beschaffungsam - tes. Dieser Leitfaden ist bei der ausschreibenden Stelle oder als pdf-Download unter www.bescha. bund.de unter dem Menüpunkt „Beschaffung/Infos für Unterneh - men" erhältlich.
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 15 OBA, der Online-Beschaf fungs - as sistent für Verga bestellen Ob konventionelle oder elektroni- sche Vergabe, bei der Vorbe reitung eines Vergabeverfahrens ändert sich für die Einkäuferinnen und Einkäufer wenig. Sie müssen den Auftrag präzise formulieren, die passende Vergabeart auswählen und Fristen festlegen. Der On line- Beschaffungs-Assistent hilft an - schließend dabei, das Verfahren elektronisch abzuwickeln. Zunächst legen die Einkäuferi   n nen und Einkäufer ein neues Ver- fahren an. Dabei gelten hohe Si- ch erheitsstandards: Jedes Verfah - ren erhält automatisch einen eige- nen kryptografischen Schlüssel, den so genannten Verfahrens - schlüs sel, der nur bei einem einzi- gen Verfah ren eingesetzt wird. Damit ist je des Verfahren anders verschlüsselt. Was sich schwierig anhört, ist in der Praxis einfach: Der OBA er ledigt dies im Hinter - grund automatisch. Anschließend laden die Ein - käu ferinnen und Einkäufer ihre Be - kanntmachung auf die e-Vergabe- Plattform. Im geschützten Bereich können sie die Bekanntmachung überprüfen und anschließend im Internet veröffentlichen.  Die e-Vergabe stellt Anfragen von Un - ternehmen, die sich um den Auf - trag bewerben möchten, und Teil - nahmeanträge für Nichtoffene Ver - fahren in den OBA der zuständigen Einkäuferinnen bzw. Einkäufer ein. Der OBA unterstützt bei der Aus - wahl der Teilnehmer für freihändige   Vergaben und Verhandlungs ver - fahren und sendet automatische Aufforderungen an die ausgewählten    Unternehmen, sich am Ver fah - ren zu beteiligen. Die Einkäufer in - nen und Einkäufer versenden alle Verdingungsunterlagen über den OBA, der automatisch meldet, wel- che Firmen diese Unterlagen be - reits erhalten haben. Der OBA ver- waltet so alle Dokumente einer Ein  käuferin bzw. eines Einkäufers ver fahrensbezogen und sorgt für den nötigen Überblick. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, verschie- dene Verfahren zu Projekten zu  sammenzufassen oder die oft um fangreichen Dokumente durch Un terordner weiter zu strukturieren. ÖFA, der Angebotsöff nungs- Assistent Der ÖFA als Angebotsöf f nungs  - assistent überwacht die Wah rung der Fristen und die korrekte An - gebotsöffnung. Wie beim papier- basierten Verfahren gilt bei der e-Ver gabe das Vier-Augen-Prin zip: Die elektronischen An gebote können    nur geöffnet werden, wenn sich zwei Mitarbeiter der Verga - bestelle mit ihrer Sig naturkarte am System anmelden. Zusätzlich wird der kryptografische Schlüssel, der für die Öffnung der Angebote benötigt wird, dem Sys tem erst jetzt zugeführt. Damit genießen die Angebote den höchsten Schutz. Sind alle Vorraus setzungen erfüllt, übernimmt das System die Ver- und Entschlüs se lung automatisch. Anschließend erstellt der ÖFA auto- matisch eine erste Fassung der Eröffnungsnied erschrift, die manu- ell um weitere Punkte ergänzt wer- den kann. An schließend wird diese von beiden Verfahrensbeteiligten elektronisch signiert. PDF als Datenformat für Dokumente Die e-Vergabe kann Doku men te in beliebigen Formaten handhaben. Für Dokumente, die signiert wer- den müssen, wurde das Format PDF gewählt. Alle PDF-Dokumente können mit jSign-Plug-In unter- schrieben werden. PDF-Dokumente haben den Vorteil, dass ihre Dar - stel lung auf jedem Rechner sowie am Bildschirm und auf dem Papier identisch ist. Zusätzlich können sich aber Vergabestellen und Bie  ter auf andere Formate, zum Bei  spiel für Zeichnungen und Bil - der, einigen.
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 16 bestehend aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüs sel. Der öffentliche Schlüssel wird an alle Kommunikationspartner ver teilt, der andere ist für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Mit dem öffentlichen Schlüssel werden die an den Schlüsselinhaber ge sandten Dokumente codiert. Mit dem priva- ten Schlüssel können sie dann entschlüsselt           werden. Der Sicherheits - standard der eingesetzten Ver - schlüs selung, das heißt, Schlüs - sellängen und Algorithmen, werden in Absprache mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informations - technik (BSI) immer auf einem aktuellen Stand gehalten. Zertifi - katsabfragen, um die Richtigkeit der digitalen Signatur zu überprüfen,     erfolgen online beim Trust - center. So kann man sicher sein, dass der Kommuni kationspartner wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Zeitstempel und signierte Applets Die Nicht-Abstreitbarkeit einer Transaktion wird erreicht, indem zusätzlich alle Dokumentenein- und -ausgänge auf dem Server einen Zeitstempel erhalten. Wei - teres Sicherheitselement: Ange - bote können ausschließlich zum Öffnungstermin und zur Öffnung von der Plattform heruntergeladen werden. Das Zusammenspiel die- ser Mechanismen verhindert, dass vertrauliche Geschäftsdaten in fal- sche Hände geraten. Des Weiteren erfolgt jede Kom munikation zwischen den Clients und dem Server der Das Verschlüssel ungs - konzept der e-Vergabe Hohe Anforderungen Sicherheit und Vertraulichkeit ha - ben bei der Ausschreibung öf fent - licher Aufträge für alle Be tei ligten oberste Priorität. Um sie zu ge - wäh rleisten, bestehen hohe tech - nische Anforderungen an die elek- tronische Vergabe von Aufträ gen des Bundes. Im Mittelpunkt stehen Ver - trau lichkeit und Integrität, insbe- sondere der Angebote, aber auch aller anderen Dokumente, die Au - thentizität der Kommunikations - partner und die Nicht-Abstreitbar - keit einer Transaktion. Ver trau lich - keit bedeutet zum Beispiel, dass Dritte die Angebote nicht mitlesen können. Integrität heißt, dass die Angebote nicht unbemerkt mani- puliert und damit verfälscht wer- den können. Die Authentizität ist wichtig, damit ein Unternehmen sein Angebot auch wirklich der Vergabestelle zustellt und nicht einer Instanz, die vortäuscht, die Vergabestelle zu sein. Die Nicht-Abstreitbarkeit einer Transaktion schließlich beinhaltet, dass einerseits Unternehmen nach- weisen können, dass sie ein An - gebot eingereicht haben und Ver - gabestellen andererseits die Zu - stellung der Verdingungsunterlagen oder des Zuschlags dokumentieren können. PKI Verfahren Um Vertraulichkeit und Inte grität sicherzustellen,  werden Do ku - mente verschlüsselt. Hierbei wird ein Public Key Infrastructure (PKI) Verfahren eingesetzt. Jeder Kom - munikationspartner verfügt über ein ihm eigenes Schlüssel paar,
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 17 e-Vergabe SSL-verschlüsselt. AnA, OBA und ÖFA sowie die Anmel - dungs- und Registrierungs-Applets sind signierte Java-Applets, das heißt, der Benutzer kann überprüfen,     dass das Applet bzw. der Client wirklich von der e-Vergabe stammen. Vorteile der e-Vergabe Kostensparend Durch die gemeinsame Nut zung der Hard- und Software der e-Ver - gabe-Plattform ergeben sich hohe Synergieeffekte,  beispielsweise werden Betriebskosten in großem Umfang eingespart. Auch Län der, Städte und Kommunen können von der e-Vergabe profitieren. Der Bund bietet ihnen an, das System mitzunutzen. Mandantenfähig Vergabestellen können die e-Ver - gabe nutzen und zugleich ihre Eigenständigkeit nach innen und außen bewahren. Als selbstständige   Mandanten haben sie ihre eige- ne Veröffentlichungsseite, auf der nur ihre Ausschreibungen gelistet sind. Die Daten eines Mandanten sind für Dritte nicht zugänglich. Auch die Souveränität jeder Ver - gabestelle bleibt gewahrt. eSender - automatisierte Bekanntmachungen im TED Alle angeschlossenen Verga be - stellen haben mit e-Vergabe den Vorteil, EU-weite Bekanntma chun - gen nicht mehr separat an das Office for Official Publications of the European Communities (OPOCE) senden zu müssen. Die e-Vergabe stellt fest, ob es sich um eine Bekanntmachung für TED handelt, und schickt diese automa- tisch weiter. EU-weite Verfahren können dadurch schneller veröffentlicht          werden als bisher. Ein käu - ferinnen und Einkäufer müssen In - formationen auch nicht mehr zwei- mal eingeben. Schnittstelle zu anderen Workflow-Management - sys temen Die e-Vergabe verfügt über eine offene XML-basierte Schnitt stelle, mit der unterschiedlichste Verga - be-Workflow-Systeme arbeiten können. Die Schnittstelle stellt die notwendigen e-Vergabe-Funk tionen bereit. So verläuft die Zu sammen - arbeit zwischen den Sys temen rei- bungslos; die Einkäu fe rinnen und Einkäufer profitieren vom hohen Benutzungskomfort. Die Sicherheit der Dokumente und des  Do ku - mentenaustausches bleibt dabei vollständig erhalten. Die e-Verga- be kann dank des XML-Da ten - formats an verschiedene Verga - bemanagementsysteme wie DOMEA(R), SAP R/3 oder an Ver - gabe@Work angeschlossen werden.
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 18 Zugang für Vergabestellen Vergabestellen, die e-Vergabe nutzen möchten, benötigen fol- gende Software: + Ein Office-Paket in Kom  bination mit Adobe Acrobat Professional Version 8, wenn zu sätz lich Verdingungs unter lagen erstellt wer den sollen. An sons ten reicht auch hier Acrobat Reader Ver - sion 8 aus. + OBA, den Online-Be schaf fungs - assistenten: Der an wender - freund liche Kommuni kations- Client zum Aus tausch von elektronischen Dokumenten. + ÖFA, den Angebots öf f nungs- Assistenten: Er stellt die Roh - fassung der Nieder schrift, nach  dem alle Ange bote unter Beach tung des Vier-Augen- Prinzips vom e-Vergabe-Ser ver heruntergeladen wurden. + Zusätzlich muss jede Vergabe - stelle über ei nen separaten Rechner für die Schlüsselge ne - rierung verfügen. Auf diesem vom Netz un abhängigen Rech- ner werden die Schlüssel zur Co   dierung der Ver gabever fahren für die jeweilige Ver gabestelle erzeugt. Dieser Rech ner wird vom lokalen Administrator betreut. Technische Daten der e-Vergabe Hard- und Software-Voraus - setzungen Neben einem Standard-Win dows- PC mit Internet-Zugang und Standard-Browser werden eine softwarebasierte, fortgeschrittene Signatur oder eine Signaturkarte mit Kartenlesegeräte der Klasse 2 oder 3 benötigt. Diese Karten lese - geräte besitzen eine eigenständige Tastatur, auf der die PIN-Eingabe erfolgt. Die Geräte der Klasse 3 haben zudem ein Display für Sta - tusmeldungen. Hiermit ist sicher- gestellt, dass die PIN nicht durch einen Trojaner auf dem Computer abgefangen werden kann. Zugang für Unternehmen Unternehmen, die e-Vergabe nut- zen möchten, benötigen folgende kostenfreie Software: 1. Java 2. Adobe Reader bzw. die Vollversion Adobe Acrobat 3. jSign und OPENLiMiT® SignCubes für Signa turen 4. Angebotsassistent (AnA) für die Kommunikation 5. Evtl. weitere Module wie zum Beispiel das LV-Cockpit oder Offerte Eine Überblick mit vollständigen    Versionsnummern sowie die komplette Software finden Sie unter www.evergabe-online.info .
E-VERGABE: ELEKTRONISCHE VERGABEPLATTFORM 19 Last und Verfügbarkeit Die e-Vergabe-Plattform ist für die folgende Last und Verfügbar keit konzipiert: + Verfügbarkeit der e-Ver gabe-Plattform von 99,97 % pro Werk  tag im Monat. Ein Aus - fall von einmal fünf Mi nuten in der Zeit von 6:00-20:00 Uhr an ei nem Werktag pro Mo nat ist tolerierbar. + 150.000 Vergabe ver fahren, + 300 Mandanten mit circa 7.000 registrierten Ein käu ferinnen und Einkäufern, + 60.000 registrierte Fir men und Anbieter so wie + Datenaufkommen in Form von Teilnahme anträgen und Ange - boten in der Größen ord nung von 5 TB (5.242.880 MB). Plattform Die e-Vergabe ist eine webbasierte Anwendung mit einer 4-Tier-Archi - tektur bestehend aus einem Client, einem Web-Server, einem Applika - tionsserver und einem Da ten  - bankserver. Cluster-Fähigkeit Die e-Vergabe-Plattform ist in der Lage, Kommunikations instan zen mit den Clients auf mehrere Ap - plikationsserver zu verteilen. Durch Verwendung von Balancing-, Fail-Over- und Round-Robin-Me - cha nismen wird die maximale Ver - fügbarkeit aller Systemkom po nen - ten angestrebt. Ein kontinuierlicher Health-Check überprüft die Verfüg - barkeit aller Systemkomponenten und meldet Ausfälle umgehend an die Netzwerk-Management-Soft - ware. Alle kritischen Komponenten sind mindestens doppelt verfügbar. Sicherheit Verschiedene Sicherheitsmech a - nismen, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt, schützen das System. So steht die e-Vergabe-Plattform ge schützt hinter    einer mehrstufigen Firewall in einer „demilitarisierten Zone". In den Vergabestellen wird das jewei- lige LAN gegen Hackeran griffe ge - schützt. Java-Script wird aus Si- ch erheitsgründen nicht verwendet. Signaturkomponente jSign Die e-Vergabe-Plattform ist kom - patibel zu Karten und Lese geräten unterschiedlicher Anbieter, da der Zugriff auf das Lesegerät von den spezifischen Eigenschaften der Kar ten und der Lesegeräte ab - strahiert. jSign mit zugrunde lie- gendem SignCubes der Firma Open Limit prüft das zu unter - schrei  bende Dokument auf er- laubte Schriftarten und -farben, entfernt versteckte Objekte und be legt vorher definierte Felder mit einem Schreibschutz. Die Ein bettung der Signatur in das PDF-Dokument erfolgt durch Nutzung von Standard-Acrobat- Mecha nis men. Technische Informationen Die Websites www.evergabe- online.de und www.evergabe- online.info geben alle relevanten Informationen, zum Beispiel auch, welche Kartenlesegeräte und wel- che Signaturen unterstützt werden. Darüber hinaus stehen Bedie - nungs  anleitungen für die Clients zur Verfügung. In einem Leitfaden erfahren Unternehmen, wie sie ihre Rechner vor Angriffen aus dem Internet schützen können.
DAS KAUFHAUS DES BUNDES 20 Direkter Draht zum Lieferanten Material ordern, die Bestellung genehmigen lassen und den Auf - trag an das Unternehmen weiter- leiten - all dies ist mittlerweile ohne Papier möglich. Die öffentliche    Verwaltung kauft online direkt beim Lieferanten ein. Im Kaufhaus des Bundes müssen die Mitarbei - terinnen und Mitarbeiter nicht mehr mühselig Papiervordrucke ausfüllen, diese später in den Com puter eingegeben, bearbeiten und per Post übermitteln. Manchmal war früher allein die manuelle Erfassung so teuer wie die bestellte Ware. Übertragungsfehler       kamen bei komplizierten Warenbestellung per Mausklick Online-Einkauf mit Zukunft Wo in Behörden einst mühselig Materialbestellscheine ausgefüllt wurden, wird jetzt per Mausklick das Kaufhaus des Bundes besucht. Im Geschäftsbereich des Bundes - innenministeriums und auch in an - deren Ressorts ist der Internet- Ein kauf mit Zukunft schon Realität geworden. Online einkaufen - im Kaufhaus des Bundes geht das schnell und einfach. Das Kaufhaus des Bundes stellt die Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit moderner Internet-Technik in den Dienst der öffentlichen Verwaltung. Ob Drucker oder Dienstwagen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freigeschalteter Behörden können alle gängigen Waren und Dienst - leistungen aus einem behördeninternen       Katalog anfordern. Mit den Anbietern im Kaufhaus des Bundes haben die zentralen Vergabestellen des Bundes zuvor Rahmen verein - barungen abgeschlossen. Das Kaufhaus des Bundes Bestellungen nicht selten vor. Dank der elektronischen Bestellung ge - hören kostspielige Korrekturen heute der Vergangenheit an. Das senkt die Kosten, spart aber vor allem Zeit. Die Ware trifft deutlich schneller am Zielort ein als bisher. Es kann auch öfter bestellt wer- den, wodurch die aufwendige La - gerung von Material weitestge- hend überflüssig wird. Und: Im Kaufhaus des Bundes können sich die Be steller stets über den aktuellen Stand ihrer Bestellung informieren.
DAS KAUFHAUS DES BUNDES 21 Nur die wirtschaftlichsten Anbieter Erfahrungen aus der Privat wirt - schaft zeigen: Auch für staatliche Einkäufer hat der e-Commerce viele Vorteile. Die Lösungen der Industrie können aber nicht eins zu eins auf die öffentliche Hand übertragen werden. Im Gegensatz zu frei zugänglichen Marktplätzen in der Wirtschaft erhalten nur die Unternehmen mit dem wirtschaft- lichsten Angebot Zutritt zum Kauf - haus des Bundes. Dies spart beim dezentralen Einkauf viel Mühe: Die dezentralen Behörden und Einrich - tungen müssen nicht mehr bei je dem eingehenden internen Be - stell wunsch eine Vergabestelle ein schal ten bzw. selbst ein Verga - beverfahren durchführen. Das ist besonders bei Standardwaren un - verhältnismäßig aufwendig und teuer. Daher schließt das Beschaf - fungsamt oder eine der anderen zen tralen Vergabestellen des Bun - des für das Kaufhaus des Bundes Rahmenverträge über größere Pos - ten und Zeiträume ab. Dies senkt nicht nur die Kosten in der Ver- wal tung. Die Anbieter profitieren eben falls von diesem Verfahren. Den Wettbewerbsvorteil geben sie über den Preis zum Teil an die öf fentliche Hand zurück. Vernetzter Einkauf - für alle ein Gewinn Das Kaufhaus des Bundes vernetzt Behörden und die Wirtschaft. Am Kaufhaus des Bundes angeschlos- sen sind Bundesbehörden so  wie Stiftungen und Forschungs ein  rich - tungen mit finanzieller För derung des Bundes. Die Teilnehmer sind deutsch- landweit ansässig und mit unter- schiedlichen Computersystemen ausgestattet. Bislang waren viele Behörden und Einrichtungen nur intern vernetzt, das Kaufhaus des Bundes verbindet sie zugleich mit den Vergabestellen des Bundes und der Wirtschaft. Auf der zen- tralen Bestellplattform stehen die Äm ter zu den Lieferanten in di- rektem Kontakt. Egal, welches Com putersystem sie nutzen: Die einheitliche Internet-Technik er - möglicht allen Behörden und den freigeschalteten Anbietern Zutritt zum Kaufhaus des Bundes.
DAS KAUFHAUS DES BUNDES 22 Vorteile auf einen Blick + Orientierung: In einem übersichtlichen            Online-Katalog kön - nen sich die Mit ar bei ter innen und Mitarbeiter darüber infor- mieren, welche Wa ren und Dienstleistungen sie bestellen können. + Komfort: Ein elektronischer Warenkorb vereinfacht den Einkauf. + Flexibilität: Der Bestell wunsch kann in variablen Geneh mi - gungs  verfahren weiter bear- beitet werden. + Einheitlichkeit: Für den Zu tritt zum Kaufhaus des Bun des sind nur Standard-In ter netprogram - me nötig, die in allen Behörden vorhanden sind. + Sicherheit: Nur angemeldete Nutzer haben Zugang zum Kaufhaus des Bundes. Dabei garantieren geschützte Sys teme und stets aktualisierte Verschlüsselungstechniken Sicherheit und Vertraulich keit. + Transparenz: Die Vorgänge von Bestellungen werden ge speichert und sind auch zu einem späteren    Zeitpunkt noch nachvollzieh- bar. Vier Schritte zum Online- Kauf Bestellungen im Kaufhaus des Bundes Eine Bestellung besteht aus vier Phasen. Zunächst meldet sich der Nutzer im Kaufhaus des Bun des an. Dann wählt er die benötigten Waren oder Dienstleistungen aus dem Online-Katalog aus. Falls nötig, wird der Vorgang in einem elektronischen Genehmigungs ver - fahren weiter bearbeitet. Nach der Auftragserteilung wird die Bestel - lung direkt an den Lieferanten wei- tergeleitet. Die Anmeldung Nur angemeldete Nutzer ha ben Zugang zum Kaufhaus des Bundes. Dafür sind lediglich eine Nutze r - kennung und ein Kennwort not- wendig. Alternativ kann auch der digitale Dienstausweis der Bun - desverwaltung genutzt werden. Die Verwendung einer digitalen Sig - naturkarte von Drittanbietern auf der Bestellplattform ist optional. Nach der Anmeldung erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitar bei ter Zutritt zu den Bereichen des Kauf - haus des Bundes, für die sie frei- geschaltet sind. Recherche und Navigation Das Kaufhaus des Bundes ist überschaubar,          der Online-Katalog übersichtlich          gegliedert. Such funk - tionen und Navigationshilfen ma- chen es einfach, das benötigte Pro dukt zu finden. Um dies zu ermöglichen, geben die Lieferanten die Daten ihrer Produkte in ein- heitlichen Formaten wie BMEcat an, ei nem Standard des Bundes - ver ban des für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. Die Anforderung Was früher nur Profis konnten, ist heute von jedem Schreibtisch aus möglich: per Computer Waren zu bestellen. Die Oberfläche des Kauf - hauses des Bundes ist für je den leicht zu bedienen. Für Mitar bei - terinnen und Mitarbeiter der Ver - ga bestellen und für Haus halts - sachbearbeiter hält das Kaufhaus des Bundes komfortable Sonder - funk tionen bereit. Selbst Computer oder Dienstfahrzeuge,  die erst noch passend konfiguriert werden müssen, sind aus dem Kaufhaus des Bundes zu festen Preisen lie- ferbar. Nutzer und Nutzerinnen können die gewünschten Elemente des Produkts entweder direkt im Kaufhaus des Bundes oder auf der Internetseite des Lieferanten nach Bedarf zusammenstellen.  Am Ende bestätigt der Nutzer den Inhalt des elektronischen Warenkorbs. Ver - fügt er über die Bestell berechti - gung, wird die Bestellung unmittel- bar ausgeführt. Ansonsten muss seine Anforderung noch ein elek- tronisches Genehmigungsverfahren durchlaufen.
DAS KAUFHAUS DES BUNDES 23 Die Genehmigung Autorisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den einzelnen Be - hörden dürfen direkt bei den Lie - feranten bestellen. Die Bestell - wünsche nichtautorisierter Teilneh - mer werden an die zuständigen Ver antwortlichen weitergeleitet. Dort werden sie geprüft und ge - nehmigt. Will eine Organisations - einheit in einer größeren Behörde höherwertige Güter oder Dienst - leis tungen bestellen, muss dies gegebenenfalls auf mehreren Hie- r archieebenen genehmigt werden. Der Auftrag Ist die Bestellung genehmigt, kann der Auftrag an den Lieferan ten er - teilt werden. Dies geschieht im letzten Genehmigungsschritt. Wenn sich Waren unterschied- licher Lieferanten im Einkaufskorb befinden, werden die Bestellungen automatisch aufgeteilt und den Fir - men zugesandt. Dies geschieht mit erprobten elektronischen Ver fahren und Nutzung des Internet-Esperan - tos XML. Bestätigt der Lieferant die Bestellung elektronisch, ist der Ver trag geschlossen. Die Waren können jetzt geliefert werden. Die Besteller können online den Status der Bestellung verfolgen. So schnell, bequem und wirt- schaftlich ist der Kaufhausbesuch per Mausklick bei Öffentlicher Ein - k@uf Online. Was passiert, wenn die Suche im Kaufhaus des Bundes erfolglos ist? Findet ein Interessent die von ihm gewünschten Produkte im Kaufhaus des Bundes nicht, kann er dort direkt und benutzer- freundlich seinen Bestellwunsch gegenüber seiner Vergabestelle formulieren. Die Vergabestelle nutzt dann die e-Vergabe-Plattform zur Veröf - fent l ichung der Ausschreibung und Kommunikation mit den Unterneh - men. Technische Daten des Kauf haus des Bundes System-Basis Verwirklicht wurde das Kauf haus des Bundes mit der Firma Sie - mens, früher Siemens Business Services, und dem System Inter - shop Enfinity im aktuellen Release „MultiSite". Das System besteht aus einem Web-Server, dem En - finity-Server und einer Datenbank. Betrieben wird das System inner- halb des Informationsverbundes der Bundesverwaltung (IVBV). Neben der direkten Nutzung der Webplattform ist auch eine Nut zung über behördeninterne Haushalts- und Materialwirtschafts - systeme wie SAP oder MACH mög- lich. Der Datenaustausch mit den Lieferanten Daten werden mit den Liefer anten ausschließlich elektronisch ausge- tauscht. Dies umfasst die Übermittlung         der Katalogdaten der Lieferanten an das Kaufhaus des Bundes, den eigentlichen Auftrag und die Auftragsbestätigung. Statt spezieller Verfahren werden allge- mein verbreitete TCP/IP-basierte Kommunikationsmethoden wie HTTP/S und SMTP S/MIME genutzt. Für die Übertragung sind je nach Art der Daten Dokumente in den Formaten xCBL, cXML und BMEcat vorgesehen. Die Produkte in den Katalogen sind nach eCl@ss oder lieferanteneigenen Kriterien struk- turiert. Bei der Konfiguration komple- xer Produkte wie PCs oder Autos gibt es kein Standardformat für die Übermittlung der Konfigurations - regeln. Daher gilt im Kaufhaus des Bundes ein eigenes, regelgerechtes Format. Externe Konfiguratoren auf Lieferantenportalen im Internet können ergänzend in das Kaufhaus des Bundes integriert werden. Dies geschieht mit Hilfe von OCI, Open Catalog Interface. Zugangsvoraussetzungen für Behörden Die Behörden müssen entweder an das Internet oder den In for  ma - tionsverbund der Bundes ver wal - tung angeschlossen sein. Für kleinere Behörden wird die Nutzer - verwaltung zentral beim Beschaf - fungs amt durchgeführt. Die Behör - de muss lediglich festlegen, welche Bestellberechtigten welche Bere ch - ti gungen erhalten. Größere Or - ganisationseinheiten haben die Mög lichkeit, die Nutzer sowie die notwendigen Rollen und Rechte selbst zu verwalten.
DAS VERGABEMANAGEMENTSYSTEM 24 Optimierter Workflow für Beschaffer Das Vergabemanagement sys tem (VMS) ist ein internes Work flow- System für Beschaffungen. Es basiert auf der Abbildung der Ver - fahrensabläufe und der Prozesse, der Aufbauorganisation des Be - schaffungsamtes und einer um - fang reichen Vorlagenbibliothek. Das System besteht aus den Kom - ponenten Bedarfsmanager, Verga - bemanager und Anfragemanager. Auf dieser Grundlage unterstützt       das VMS den Prozess einer Vergabe in zwei Schritten. Erster Schritt: Der Beschaffungsauft rag Gibt es für die Beschaffung keinen Rahmenvertrag im Kauf haus des Bundes, aus dem sich ein Bedarfs - träger bedienen kann, sendet die Behörde ihre Bestellung mit einem Standardformular an das Be - schaffungsamt. Die Kommu ni kation erfolgt konventionell, jedoch ver- mehrt per E-Mail. Im Beschaf - fungs amt werden die Infor ma tio - nen in den Bedarfsmanager , einem eigenständigen Tool des VMS, über nommen und über meh- rere Pro zess-Schritte so weit opti- miert, dass beschaffungsreife Vorgänge an die zuständigen Fachreferate übergeben werden können. Die eigens hierfür eingerichte- te Koordinierungsstelle entlastet dabei die Facheinkäuferinnen und -einkäufer durch Übernahme aller organisatorischen und verwal - tungs technischen Vorarbeiten. Sie wird dabei geleitet durch die im Bedarfsmanager festgelegten Ar - beitsschritte, Beteiligungen und Aktionen. Das Vergabemanagementsystem
DAS VERGABEMANAGEMENTSYSTEM 25 Zweiter Schritt: Das Vergabeverfahren Das elektronische Vergabever fah - ren wird durch den Vergabe ma - nager abgebildet. Dieser orientiert sich an festgelegten Prozess- Schritten, bietet dem Vergabe sach - bearbeiter Entscheidungsvorgaben und -hilfen und unterstützt ihn bei der Zusammenstellung der not- wendigen Dokumente. Der Verga - be manager erstellt die Leistungs - beschreibung, die Verdingungs - unterlagen und zum Schluss den Bekanntmachungstext. Das System leitet die Vorgän - ge in definierter Abfolge, unter an - derem zur Wahrung des Vier-Au - gen-Prinzips, an die zuständigen Stellen weiter, wobei alle für die entsprechenden Arbeitsschritte erforderlichen Informationen auto- matisch bereitgestellt werden. Bei ausgewählten Verfahrensschrit ten wird der Vergabesachbearbeiter vom VMS aufgefordert, seine Ent - scheidungen zu begründen. Digital signiert werden nur die aus den Textdokumenten erzeugten PDF- Dokumente, an denen dann keine Änderungen mehr möglich sind. Da Beschaffungen nur dann ausgeschrieben werden können, wenn die notwendigen Haushalts - mittel vorhanden sind, ist die zu - ständige Organisationseinheit, der Haushalt, an maßgeblichen Stellen in den Workflow eingebunden. Die Verfahrensfristen errech- net der Vergabemanager in Abhän - gig keit von der gewählten Verga - beart. Sie bilden das zeitliche Ge - rüst für die Prozessabfolge von der automatischen Veröffentlichung der Bekanntmachung auf der e-Ver ga - be-Plattform des Bundes bis zum Ablauf der Angebotsfrist. Während dieses Zeitraumes ist die e-Verga - be das führende System. Über sie erfolgt die Kommunikation zwi- schen Teilnehmern/Bietern und der Vergabestelle. Nach Ablauf der Angebotsfrist werden die Angebotsdaten und die dazugehörigen Dokumente auto- matisch von der Vergabeplattform in den Vergabemanager übernommen,     von zwei Mitarbeitern der Vergabestelle geöffnet und weiter bearbeitet. Konventionell einge- gangene Angebote werden nacher- fasst, die Dokumente eingescannt und dem entsprechenden Vorgang zugeordnet. Die Prüfung und Wertung der Angebote erfolgt in enger Anleh - nung an die vergaberechtlichen Bestimmungen, wobei die Prozess - abfolge fest vorgegeben ist. Das Ergebnis wird schließlich in einem Vergabevermerk dokumentiert.
DAS VERGABEMANAGEMENTSYSTEM 26 Im Falle eines erfolgreichen elektronischen Angebotes wird der Zuschlag über die e-Vergabe- Plattform erteilt. Alternativ zu einem formellen Vergabeverfahren kann bei geringfügigen        Beschaffungen auch die Komponente Anfragemanager ver- wendet werden, der den Beschaf - fungsprozess auf wenige, notwen- dige Prozess-Schritte verkürzt. Technische Daten des Vergabemanagement- systems System-Basis Das Vergabemanagement sys tem ist ein Produkt der Firma Ad - ministration Intelligence (AI), Würz burg, und wird im Be schaf - fungsamt in der Version 5.1 der AI-Manager-Serie eingesetzt. Der Server Der AI-Server läuft auf verschiede- nen Betriebssystemen und Daten - banken. Das Beschaffungs amt nutzt Linux und setzt Oracle-Da - tenbanksysteme ein. Zur Daten - speicherung wird ein Storage Area Network zur Verwaltung großer Datenmengen eingesetzt. Der Client im Beschaf fungs amt Die Vergabesachbearbeiter greifen auf das Vergabemanage ment sys - tem über einen Standard-In ter - netbrowser zu. Daneben wird ein aktuelles Windows-Betriebs system, das Microsoft®-Office paket oder ein Open-Source-Paket, Java 1.5_15 sowie die Vollversion von Adobe für den Einsatz der ge - setzeskonformen digitalen Signatur benötigt. Dafür sind außerdem Chip karte und Kartenlesegerät sowie die Signatur-Komponente von OpenLimit erforderlich. Schnittstellen Der Vergabemanager verfügt über eine komfortable Server- Ser ver-Schnittstelle zur e-Vergabe- Plattform des Bundes. Weitere Schnittstellen zu anderen Verga - beplattformen und zu vor- und/ oder nachgeschalteten Systemen wie SAP beim Bundesamt für Wehr  technik und Beschaffung sind aktiv im Einsatz.
Ansprechpartner: Gesamtprojektlei tung: Jörg Funk E-Mail: joerg.funk@bescha.bund.de Telefon: 022899-610-1200 Weitere Informationen unter: www.beschaffungsamt.de www.evergabe-online.de www.evergabe-online.info www.kdb.bund.de
ÖFFENTLICHER EINK@UF ONLINE Impressum: Herausgeber: Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern Stabsstelle Marketing, Informationsmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sankt Augustiner Straße 86 53225 Bonn Telefon: +49 (0) 228 99610-1210 Fax: +49 (0) 228 9910-610-1210 E-Mail: info@bescha.bund.de Internet: www.beschaffungsamt.de Redaktion, Gestaltung und Produktion: heimbüchel pr kommunikation und publizistik GmbH, Köln/Berlin www.heimbuechel. de Druck: Köllen GmbH, Druck und Verlag, Bonn Bildnachweis: Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, Fotolia.com, goodshoot.com, iStockphoto.com Stand: Februar 2009
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